| Rauchst du noch oder lebst du schon? - Eine Infoseite zum Nichtrauchen |
|
| Warum Aufhören? |
Stimmt-Leider.de |
|
| Wie Aufhören? |
swr3.de/meinswr3/rauchfrei
rauchfrei-online.de |
|
| Weitere Links: |
WHO-NichtRaucherTag.de
RauchFrei-Info.de
FeelOK.ch
de.wikiquote.org/wiki/Rauchen
de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen
GesundheitPro.de
Qualm-Nix.de
|
|
| Rauchen bringt: |
Kohlenmonoxid blockiert nachhaltig die Sauerstoffbindung am Hämoglobin
Kurzatmigkeit, verringertes Lungenvolumen, gesenkte Ausdauer
Nikotin wirkt gefäßverengend (blutdrucksteigernd, führt zur Impotenz)
Lungenfunktionen werden generell behindert
Lungen-, Bronchial- und andere Krebsarten werden gefördert
Arteriosklerose-, Schlaganfall- und Gefäßverschlussrisiko sind höher
Rauchen hält evtl. Schlank aber auf keinen Fall fit!
Raucher sterben im Durchschnitt 15 Jahre früher als Nichtraucher
Verringerung des Geschmacks- und Geruchssinns
Reduzierung der Sportlichen Leistungsfähigkeit
Verleiht Kleidern und Haaren einen muffigen Geruch
führt zu Mundgeruch
verursacht Schlafstörungen
verfärbt Wände, Möbel, Bilder
Gefährdet die Gesundheit eines Ungeborenen Kindes
verfärbt Fingernägel, Zähne, Haut
lässt die Haut vorzeitig altern
Verursacht Lungekrebs, Herzkreislauferkrankungen
Rauchen in der Schwangerschaft gefährdet den Embryo bzw. Fötus, da die von der Mutter eingeatmeten Giftstoffe über den Blutkreislauf in den kindlichen Organismus gelangen. Durch das Rauchen werden die Blutgefäße verengt und somit die Sauerstoffversorgung des Kindes beeinträchtigt. Die Folge ist ein erhöhtes Risiko einer Fehlgeburt und von körperlichen Fehlbildungen. Auch ist eine Schädigung der Chromosomen des Kindes durch den Nikotinkonsum der Schwangeren möglich. Auch erhöht Rauchen während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind bei der Geburt weniger wiegt und dass es später unter Lern- und Konzentrationsschwächen leidet. Die Wahrscheinlichkeit für Hyperaktivität sowie einen niedrigeren Intelligenzquotienten ist ebenfalls erhöht im Vergleich zu Kindern von Nichtraucherinnen.
|
|
| Nichtrauchen bringt: |
Nach der letzten Zigarette verbessert sich die Gesundheit:
Nach 20 Minuten:
Puls und Blutdruck sinken auf Werte eines Nichtrauchers.
Die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf Normalwert.
Nach acht Stunden:
Der Raucheratem ist weg. Kein giftiges Kohlenmonoxid mehr im Blut.
Der Sauerstoffgehalt im Blut steigt auf Normalwert.
Nach einem Tag:
Risiko für einen Herzinfarkt ist etwas geringer.
Nach zwei Tagen:
Geruchs- und Geschmackssinn verbessern sich wieder.
Nach drei Tagen:
Die Atmung wird merklich besser.
Nach zwei Wochen:
Die schlimmsten Entzugserscheinungen sind vorbei.
Nach einem Monat:
Das Immunsystem bekämpft jetzt Infektion wieder besser.
Mehr körperliche Energiereserven.
Nach drei Monaten:
Die Blutzirkulation hat sich verbessert.
Die Lungenkapazität hat sich 30 Prozent gesteigert.
Nach neun Monaten:
Infektionen werden noch seltener.
Der Raucherhusten und die Kurzatmigkeit verschwinden,
weil Flimmerhärchen in den Lungen, die Fremdstoffe entfernen,
nachgewachsen sind. Die Leistungsfähigkeit steigt.
Nach einem Jahr:
Das Risiko einer Herzkranzgefäßerkrankung ist halb so groß wie bei Rauchern.
Nach fünf Jahren:
Das Schlaganfallrisiko sinkt. Die Gefahr an Lungenkrebs zu sterben,
hat sich fast um die Hälfte im Vergleich zu Rauchern verringert.
Nach zehn Jahren:
Risiko für Mundhöhlen- und Speiseröhrenkrebs sinkt.
Nach 15 Jahre:
Das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben bzw. einen Schlaganfall zu erleiden,
ist genauso hoch wie das eines Nichtrauchers.
|
|
| Durchhalten: |
Stichtag zum aufhören festlegen - Das Aufhören beginnt im Kopf und nur selten spontan. Wähle einen Tag innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen, an dem du mit dem Rauchen aufhören willst. Rauche am Morgen dieses ersten rauchfreien Tages einfach keine "erste Zigarette".
Ziele stecken - Mache dir die Vorteile des Nichtrauchens bewusst.
Rauchfrei leben - Entferne alles aus deinem Leben, was dich an das Rauchen erinnert (wie z.B. Aschenbecher, Feuerzeuge, Zigaretten, Tabak, Papers).
Sich outen - Erzähle allen, dass du mit dem Rauchen aufgehört hast. So schneidest du den Rückweg ab, und niemand wird dir mehr eine Zigarette anbieten.
Helfer suchen - Such dir jemand, Freund/in oder Partner/in, der/die dir liebevoll und bedingungslos bei der Tabakentwöhnung beisteht.
Gewohnheiten ändern - Rauchen ist ankonditioniert und verknüpft mit bestimmten Situationen. Anstatt Kaffee (und der Zigarette danach) trinke Tee. Anstatt abends vor dem Fernseher zu sitzen und zu rauchen, gehe ins Kino oder spazieren.
Bewegung - Körperlich aktiv zu sein hebt die Stimmung und hilft gegen Nervosität und Aggressionen.
Trinken - Der Entzug ist mit Mundtrockenheit verbunden. Trinke deswegen viel Wasser, Tee und Saftschorle. Meide Alkohol, da er enthemmend wirkt und die guten Vorsätze ins Wanken bringen kann.
Partys und Discos meiden - Die Rückfallgefahr ist bei geselligem Zusammensein besonders groß. Meide deswegen in den ersten Wochen Orte wo viel geraucht wird. Oder aber gehe bewusst hin und nehme dir vor, dass du das Fest sofort verlassen wirst, wenn dir Versuchung zu stark wird.
Verlangensattacken aushalten - Wenn dich das Verlangen packt, dann halte es aus. Mach dir es bewusst und zeige, dass dein Willen stärker ist. Beweise dir selber deine stärke. Als Gegenmittel hilft u. a. einfach sehr tief durchzuatmen bzw. einen Früchtetee oder Saftschorle zu trinken.
Entspannung vs. Anregung - Hast du früher mit dem Rauchen dich beruhigen wollen, dann schaffst du das jetzt auch so, in dem du spazieren gehst oder dich hinlegst. Sollte früher eine Zigarette anregend wirken, dann hole mehrere male tief Luft und atme einfach durch.
Fummelbedürfnis befriedigen - Anstatt einer Zigarette kannst du auch einen Stift in der Hand halten...
|
|
| Erfahrungen: |
Blindguard:
Ich habe 22 Jahre meines Lebens geraucht. Wie viel Kohle das war möchte ich heute lieber gar nicht wissen.
Letztes Jahr nun sagte ich mir im Januar (nein es war kein guter Vorsatz von Silvester) "dieses Jahr muss sich was ändern".
Ich habe dann im Frühjahr eine Bronchitis gehabt, die ich irgendwie nicht wegbekam, also bin ich mal zu meinem Doc, was eigentlich selten bis nie vorkommt. Der sprach mich dann auch aufs Rauchen an und ich sagte ihm ich wolle da sowieso was ändern.
Ich bekam von ihm mal eine Adresse im netz, wo Informationen bezüglich eines Medikaments bereitgestellt wurden, das einem recht sicher helfen sollte vom Rauchen wegzukommen, denn weder er noch ich halten etwas von diesen Nikotinpflastern oder Nikotinkaugummis.
Ich hab mir das also angesehen und dann den Preis gesehen, da hab ich mir gesagt "ne, das schaffste auch anders."
Dann kam ein Kundentermin und die Bronchitis war fast abgeklungen, also begab ich mich abends zu besagtem Termin und nahm ein volles Päckchen Kippen mit. Bis zu diesem Zeitpunkt abends (19.30 Uhr) hatte ich 12 Zigaretten geraucht.
An diesem Abend hatte ich um kurz vor 12 Uhr nicht mehr eine Kippe in der Schachtel und bin dann herumgelaufen und habe Nachts um 12 Uhr einen Zigarettenautomaten gesucht, da die in der Kneipe keinen hatten - als ich um 2.30 Uhr nach Hause kam waren selbst in dem neuen Päckchen nur noch 2 oder 3 Zigaretten drin.
Am nächsten Morgen sagte ich zu mir: "du bist doch total bescheuert" - und das musste wohl auch so sein.
Also habe ich angefangen zu reduzieren. ich war im Schnitt bei ca. 20-30 Zigaretten am Tag, während der Bronchitis waren es nur noch ca. 8-14 (wohl gemerkt ich war krank und qualmte immer noch so viel).
Reduzieren bringt nichts auf Dauer, sondern sollte mit dem Ziel "Null Zigaretten" auf einen bestimmten Zeitraum ausgelegt und konsequent verfolgt werden. Denn "nur" reduziert habe ich schon oft, aber bei der nächsten Stresssituation steigt der Konsum langsam wieder.
Wie ich diesmal reduziert habe, ist wohl für mich der wichtigere Punkt gewesen: Ich habe meine Gewohnheiten geändert. Ich habe lange darüber nachgedacht wie ich das schaffen könnte, aber es fing dann damit an, das mein Frühstück nicht aus Zigarette und Kaffee bestand, sondern nur aus Kaffee, dann aus Kaffee und einem Brötchen zum Beispiel. Der tägliche Weg zur Arbeit war auch mit Punkten übersäht, an denen man sich ne Kippe angemacht hat. diese wurden nun geändert, verschoben oder gar ganz ausgelassen, so dass es keine Regelmäßigkeit mehr gab. Auch beim telefonieren oder nach dem essen wurde auf die Kippe verzichtet, dafür dann eben zu "unpassenderen" Momenten geraucht. So habe ich nach dem Termin den ich hatte über zwei Wochen mein Zigarettenpensum auf 2 bis maximal 4 Zigaretten pro Tag gesenkt und die letzten 3 Tage waren es nur noch 1-2 am Tag.
Am "letzten" Tag hatte ich noch genau eine Zigarette im Päckchen, als ich morgens das Haus verließ und noch genau eine Zigarette als ich abends wiederkam.
Ich setzte mich dann abends in den Hof und habe sie wirklich genossen - aber ich wusste auch ich wollte mir nach dieser keine Zigarette mehr anzünden.
Ich hatte noch zwei volle "Reservepäckchen", eines immer in meiner Aktentasche und eines im Auto und in den nächsten 4 Wochen hatte ich immer eines dieser Päckchen bei mir. Selbst wenn ich wegfuhr hatte ich sogar ein Päckchen in der Hemdtasche.
Aber immer wenn die "gewohnte" Situation kam "jetzt könntest du eine Zigarette rauchen" hatte ich so ein zwiespältiges Gefühl, denn natürlich sagte die eine stimme immer: "ist doch nur eine, danach lässt du es einfach wieder, du hast es ja auch bisher geschafft", die andere stimme sagte "wenn du jetzt das Päckchen aufmachst weißt du genau du wirst es nicht bei einer Zigarette lassen, sondern das Päckchen zu ende rauchen". Diese Niederlage wollte ich mir nicht eingestehen, also blieben die Päckchen zu und nach kurzer Zeit hat man auch gar nicht mehr an das Verlangen gedacht.
Die Gewohnheiten haben sich im Laufe der Zeit geändert und die Zigaretten, die man sich sonst in den Tagesablauf eingeplant hat sind total verschwunden und selbst in den heftigsten Stresssituationen habe ich inzwischen kein verlangen mehr nach einer Zigarette - obwohl ich sagen muss, manchmal denkt man schon daran mal wieder eine zu probieren - aber dieser Schweinehund verliert regelmäßig.
Inzwischen muss ich sogar meine, nach rauch stinkenden, Klamotten sofort loswerden, wenn ich bei Rauchern war und nach Hause komme; Und es stimmt tatsächlich, man riecht und schmeckt sogar wieder wesentlich intensiver die schönen Dinge des Lebens.
Nicht (mehr) rauchen beginnt da wo es Anfängt - im Kopf und ist nicht nur eine Sucht, sondern vielmehr eine (dumme) Angewohnheit.
Ich wünsche jedem viel Erfolg bei dem Vorhaben damit aufzuhören.
(Erfahrungsbericht von Blindguard.)
|
|
Stand: 12.02.2008 | Besucher: 274 | Kontakt:
|
|